Mehr Geduld bitte?

Geduld300Geduld ist eine Tugend, die wir in den letzten Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, ziemlich vernachlässigt haben! Während unsere Gesellschaft auf optimiertes Zeitmanagement, Erfolg und Quantität ausgerichtet ist, kommen doch immer mehr Menschen wieder zur Besinnung. Entschleunigung heißt das Zauberwort. Daraus haben viele Coaches und Kollegen tolle Programme erarbeitet, in denen man neben Achtsamkeit auch sich selbst wieder besser kennenlernen kann. Zudem bieten Yoga und Meditationen eine optimale Basis, um sein Leben in einigen Momenten zu entschleunigen und bewusst wahr zu nehmen.

Soweit so gut! Doch geht es mir mit diesem Artikel um mehr. Denn wie wir alle wissen, geht es nicht immer nur vorwärts oder rückwärts. Ab und an bleiben wir einfach stehen. Das Gefühl nicht weiterzukommen, nichts erreicht zu haben, unvollkommen zu sein, frisst viele förmlich auf. Neben dem schlechten Gewissen vielleicht doch nicht genug getan zu haben, sich für Nichts aufgeopfert zu haben oder den verkehrten Weg gegangen zu sein, kann einem da schon mal den letzten Nerv rauben. Oder wie man umgangssprachlich so schön sagt, der Geduldsfaden reisst dann einfach. Wer mit dem „Positiven Denken“ noch nicht ganz so vertraut ist, wird an diesen Stellen seines Lebens wahrscheinlich zurück in seine Komfortzone springen, die Decke über den Kopf ziehen und der Meinung sein „Das Leben ist hart.“ und „Hab ich es doch gewusst, mir gelingt nicht mal das!“ Doch kann man im Leben so pauschalisieren? Sind es immer Ängste oder Zweifel die uns umkehren oder abbrechen lassen? Lohnt es sich oftmals nicht doch „Augen zu und durch“?

Weiterlesen