Nach vielen Wochen Stillstand, kehren wir langsam aber sicher wieder in unsere Normalität und unseren geregelten Alltag zurück. Jedenfalls diejenigen, welche in den letzten Wochen einen komplett anderen Tagesablauf hatten, als noch vor 3 Monaten. Wie oft hast du in den letzten Jahren davon geträumt, mal eine längere Auszeit zu nehmen? Nun, sie war da und kannst du rückblickend sagen, du hast sie genutzt?

Wie bei vielen anderen, sahst auch du dich bestimmt mit einem Mix aus emotionalen Hochs und depressiven Dows konfrontiert, hast über deine Existenz nachgedacht und motiviert in den ersten Wochen an Visionen gearbeitet, die dann in der aufgeräumten Schublade verschwunden sind, weil das Ego irgendwann mitgeteilt hat, dass das sowieso alles nichts wird. Du erstmal wieder arbeiten solltest, um die Verluste wieder reinzuwirtschaften. So geht es jedenfalls mir und einigen meiner Freunde, die ebenfalls Unternehmer sind und in den letzten Wochen keine Perspektive hatten, wie sie ihr Unternehmen weiterführen.

Wenn wir uns in Sicherheit wiegen, im geregelten Alltag wo alles nach Schema F läuft, dann bleiben Träume nur Träume. Für mutige Schritte, Handlungen und Risiko bleibt da wenig Spielraum. Doch ist das richtig? Ich hoffe du hast es gemütlich in deiner Komfortzone, einen vollen Terminkalender, freundliche und zufriedene Kunden, welche dir momentan auch ein wenig flexibel gesonnen sind, wenn mal etwas nicht so auf Anhieb funktioniert. Ich habe da ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht und das bringt mich wieder dazu, meine Träume aus der Schublade herauszuholen. Sie sind ja griffbereit.

Komfortzone versus eigene Träume

Wie schnell die Sicherheit vorbei sein kann, haben wir alle in den letzten Wochen live erlebt. Ein Virus, eine Medienlandschaft die mit ihren Informationen das Thema extrem aufzeigt, geschlossene Wirtschaft und Dienstleistungen, fragende Gesichter – ganz egal, wie du zu dem Thema stehst oder auch nicht, deine Komfortzone – sprich, dein Leben in dem du dich sicher fühlst – war nicht mehr dieselbe. Hast du daraus gelernt, dass das Leben nun mal aus aus Veränderungen besteht? Und kannst du sie annehmen? Wenn jetzt alles auf Neuanfang steht, warum pickst du dir nicht die Rosinen aus deinem früheren sicheren Leben heraus und ersetzt die Lücken mit deinen Visionen, die schon so lange warten?

Bei mir war es lange Zeit so, dass ich viele Wünsche und Träume hatte, aber sie waren nicht geordnet und durcheinander. Sprich ich wollte immer alles auf einmal, und scheiterte meist an dem Versuch des Umsetzens, da bei dem Chaos der 5. vor dem 1. Schritt gemacht wurde. Funktioniert bei mir einfach nicht. So ging es einigen meiner Freunde. Und ja, diese Zeit des Social Distance war ok, da wir auf einer völlig anderen Ebene und in genau der gleichen Situation miteinander kommunzieren konnten und uns Lösungen aufzeigen konnten, wie man aus dem Chaos eine Struktur erstellt. Wie man etwas mehr Klarheit in die eigene Vision bekommt, um Zeiten wie wir sie gerade erleben, sinnvoll zu nutzen.

Was hält dich also auf, deinen Träumen jetzt wieder mehr Platz als Handlung zu geben? Was hält dich in der vermeintlich sicheren Komfortzone fest? Warum traust du dir ein erfülltes Leben mit Kreativität, Wohlstand und Leichtigkeit nicht zu? Aus Angst vor dem Scheitern? Aus Angst, die Sicherheit zu verlieren?

Nichts ist Sicher – außer die Veränderung!

Das ist jedenfalls meine Erfahrung aus meiner ersten Halbzeit! Alles hat seine Zeit, seine Wirkung und dementsprechend agieren und reagieren wir im Hier und Jetzt auf das was uns passiert. Ja, so kommt es dann zu Entscheidungen, die wir treffen und die unser Leben manchmal auf den Kopf stellen. Vielleicht sind diese auf dem ersten Blick für unser Umfeld nicht verständlich, vielleicht treffen wir sie manchmal aus einer Emotion und nehmen sie am nächsten Tag wieder zurück, und manchmal treffen andere Menschen Entscheidungen, die uns direkt betreffen. Alles ist so wie es ist, und wir können noch so bewusst handeln, wir werden auch immer ein Stück weit geführt von unserer Intuition und unseren Gefühlen.

Ich persönlich bin sehr dankbar über die letzten 10 Wochen – durfte viele Erfahrungen sammeln, die einen Teil meiner Komfortzone nochmal gereinigt und geklärt haben. Angenehm war das natürlich nicht, und gerade wenn sich Schattenthemen zeigen, wie z. B. emotionale Verletzungen, Existenzängste, mangelnde Kommunikation, Blockaden dann will man sie erstmal nicht fühlen. Doch wenn sie da sind, haben wir die Wahl zu leiden oder mal mit einem geklärten Blick sich diese Themen anzuschauen und wie beim Frühjahrsputz unsere Komfortzone zu verändern.

Kurzum gesagt, hole deine Träume und Visionen für deine Welt hervor. Was wolltest du immer schon mal machen? Was waren die Pläne für diesen Sommer? Was wolltest du immer schon mal riskieren und hattest nie den Mut? Pack es an – Jetzt! So wie die Natur jetzt in voller Blüte steht, so dürfen wir uns unsere Träume und Ziele wieder vor Augen führen und Schritt für Schritt in ihre Richtung gehen! Warum? Weil jeder von uns das verdient hat, seine Träume zu leben!