Ich tue mich etwas schwer mit meiner Überschrift. Im Bloggerknigge sollen die möglichst ansprechend und nützlich sein… 5 Tipps wie… 10 Gründe warum…. Hm, aber nein das trifft es irgendwie alles nicht. Da ich lediglich den Impuls dazu verspüre, zu dem Thema etwas zu schreiben, weiß ich ja jetzt noch nicht wieviele gute Gründe mir einfallen, jetzt nicht von einem Fressflash in den nächsten zu schlittern, weil man nichts zu tun hat.

Ich ertappe mich in meiner freiwilligen sozialen Isolation nämlich ständig dabei, dass ich mir den Platz auf dem Sofa möglichst dicht am Ladekabel und an der Magic-Schublade voller Naschkram sichere. Dementsprechend habe auch ich immer wieder mal Langeweile und kein Bock auf Steuern, Putzen oder andere Tätigkeiten. So ist das und jedem Freund und Fremden würde ich sagen, nimm es an – es ist ein Geschenk. Tjaja aber im realen, persönlichen Leben – jetzt wo ich diese Erfahrung selbst mache – weil meine Arbeit auf komplett 0 heruntergefahren ist, ich keine Ablenkung mehr habe – abgesehen von den Steuersachen, auf die ich aber nun mal kein Bock habe – zeigen sich wunderschön im neuen Glanz und mit neuer Motivation einige alte Gewohnheiten.

Vom vielen Rumsitzen tut der Rücken schon etwas weh, aber die Signale werden so gut es geht durch Lagerungswechsel ignoriert. Die Schokolade schmeckt einfach nur süß, egal ein Stück geht noch. So ne Tafel ist aber auch wirklich klein. Die vielen News auf Facebook, NTV und Co. ich kann sie gar nicht verarbeiten – mein Gehirn sagt mir, ach komm das ist doch spannend, lies weiter, du verpasst sonst was – nimm mal noch die Gummibären, hattest du doch so lange nicht mehr. Zack, nächste Packung auf. Richtig oder Falsch?

Ich denke darüber nach und auch wenn mein Schweinehund doch das ein oder andere Mal gewinnt, ich habe ihn im Nacken gepackt und nun hat er die Wahl – gemeinsame Sache oder alles wird entsorgt. Warum?

Nun zum einen ist Corona eine Chance für mich, diese Zeit wirklich für meine langgehegten Wünsche zu nutzen. Wie einige wissen, habe ich viele viele Jahre unter extremen Angst- und Panikstörungen gelebt, Depressionen etc. Das ist seit einigen Jahren vorbei, und an dieser Stelle ein fettes DANKE an alle die meinen Weg von dem Moment an begleitet haben und mich auch heute immer wieder bestärken, dass alles wie es ist genauso passieren musste. Meinen eigenen Schutzpanzer habe ich begonnen vor 2 Jahren abzulegen. Warum? Weil ich mein Selbstvertrauen – die Basis in mir selbst – einfach angenommen habe und voller Vertrauen meinen Weg gestalte. Ob das für jeden so richtig ist, keine Ahnung – das entscheidet ja jeder für sich selbst! Ich kann hier nur von mir selbst reden.

Jetzt ist die Zeit eine andere – wie lange sie anhalten wird – wir sind live dabei und sehen täglich die Veränderungen vor unserer Tür, wenn wir denn hinsehen. Also warum jetzt emotionale Schutzpanzer aufbauen? Wenn ich von Corona nix wissen würde, dann würde ich jetzt bei den Hausbesuchen mit meinen Kunden nett Kaffee trinken und ihnen ihre Füße schön machen. Am Abend würde ich zufrieden ins Bett huschen und mich auf den nächsten Tag freuen. Keine Sorge, zufrieden bin ich nun auch. Doch es ist verändert und wie schon erwähnt, zeigen sich alte Gewohnheiten die es gleich zu Beginn zu eliminieren bzw. zu hinterfragen gilt.

Was meine ich mit emotionalen Schutzpanzer? Nun für mich war es viele Jahre anscheinend sehr wichtig, niemanden an mich ranzulassen – schon gar nicht emotional. Ich habe Konflikte schon immer mit mir selbst ausgetragen, das ist manchmal gut und manchmal nicht, ich lerne auch hier immer wieder dazu. Doch irgendwann habe ich begriffen, dass mich dieser Schutzpanzer nicht beschützt, sondern mich einschränkt. Ich kann meine Bedürfnisse und Sehnsüchte nicht mit Essen füllen, das zusätzliche Körpergewicht schränkt mein Leben dann noch mehr ein. Der Kreislauf ist somit in vollem Gange. Nun hab ich irgendwann begriffen – ich habe die Wahl – hinschauen und Thema bearbeiten oder sich der Lust hingeben und die Themen mit Zucker, Salz und Fett wegzuschmatzen. Die Energie die wir da reinstecken ist immer die selbe!

Ich persönlich werde meine ganz eigenen Konsequenzen mit allen Mitteln – Nikotin steht neben dem obligatorischen Gläschen Rotwein nämlich an nächster Stelle – nun mal ziehen. Also bleibt gesund und passt auf euch auf! Sowohl bei der Auswahl eurer Genussmittel als auch bei deren Konsum!

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