Noch vor einigen Wochen habe ich vor mich hinphilosophiert, wie schön es doch wäre, endlich mal etwas Zeit zu haben. Zeit für die Familie, Zeit um mich wieder zu erden, Zeit zum Ausschlafen und Zeit um mich beruflich mal wieder etwas zu orientieren. Im Kreislauf des Funktionierens, war dies aufgrund meiner eigenen Begrenzungen ziemlich schwierig.

Nun gibt es diese Begrenzung vom Außen! So wie viele andere Unternehmer, die mit vielen Kunden in Kontakt sind, musste auch ich meine berufliche Leidenschaft – mein Hauptgewerbe – einstellen. Berufsverbote, Ausgangssperren, Rationierung der täglichen Besorgungen und Einschränkungen zum freien Bewegen selbst innerhalb unseres Landes sind derzeit die Hauptüberschriften sämtlicher Medien!

Was machen diese Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit uns? Wie können wir die Auflagen und die Hinweise nutzen, um uns selbst zu beschützen? Während in der Gesellschaft auf der einen Seite völliges Unverständnis über alles herrscht, da die mögliche Gefahr nicht greifbar ist. So findet auf der anderen Seite die totale Angst statt. Angst vor Ansteckung, Angst vor zu wenig Toilettenpapier und Angst vor dem zusammenbrechenden System.

Was mich doch wirklich immer wieder sehr beeindruckt ist, dass sich das wahre Gesicht der Gesellschaft nun zeigt. Im positiven wie auch im negativen Sinne. Menschen nutzen die auferlegte #stayathome Zeit, um anderen Menschen zu helfen. Wieder andere nutzen sie, um sich endlich von materiellen Ballast zu befreien und wieder andere, um aus dieser Krise den größtmöglichen Gewinn rauszuschlagen.

Letzteres erschüttert ein wenig, denn auch wenn die Regierungen große Hilfspakete versprochen haben, welche nun teilweise auch umgesetzt werden und langsam anlaufen. Wenn es um unsere Gesundheit geht, sind wir alle gleich! Sich zu informieren und zu handeln ist nun wichtig, keine Frage. Sich umzuschauen und in sich reinzuhören, was kann ich – auch an berufliche Veränderungen denken – ist wohl jetzt zu Beginn der Krise, ein großes Geschenk, welches man nutzen sollte. Die Zeit ist und wird historisch werden, denn sowas hat niemand von uns zuvor erlebt.

In Zeiten von Facebook, Instagram und dem ganzen Internet, wirken alle drastischen Maßnahmen doch noch ziemlich bunt für uns. Der Humor ist bei vielen Menschen noch vorhanden, wenn man sich die kreativen Bilder, Videos und Co über Corona ansieht. Ich wünsche mir, dass unsere Gesellschaft sich das auch weiterhin bewahrt. Nach dem Regen kommt die Sonne. Nach dem Sturm auch wieder die Stille. Draußen beginnt der Frühling, und den Vögeln und Blumen ist Corona egal. Vielleicht dürfen auch wir nun etwas in uns ruhen, um uns unsere Existenzängste, Ängste vor Tod und Katastrophen genau anzusehen.

#pimpyoursoul – Smartlovers ein Herzensprojekt welches sich über ganz Europa verbindet!

Für mich persönlich ist diese Zeit sehr besonders, denn so sehr mich manche Meldungen in den Medien mitnehmen, so sehr ich darüber nachdenke, wann wir wieder zu unseren Familien und Freunden in der ganzen Welt reisen dürfen. So sehr bin ich aber auch in meinem eigenen Vertrauen! Vertrauen darin, dass ich diese Krise bewältigen werde!

Nun habe ich erstmal die Zeit gewonnen, meiner Schreibleidenschaft nachzukommen. Endlich Zeit, mein Buch über die vergangenen 15 Jahre inmitten meiner bewältigten Angst- und Panikdepressionen zu schreiben. Mut zu machen, und die Erfahrungen der letzten Jahre zu teilen, welche wunderschönen Abenteuer auf uns warten, wenn wir über unsere eigenen Grenzen gehen.

Ich wünsche euch in dieser besonderen Zeit eine große Portion Mut – schaut mutig und ehrlich zurück in die letzten Jahren! Was habt ihr erlebt, aus welcher Motivation heraus habt ihr gehandelt, seid ihr im Frieden mit euch selbst? Stellt euch diese Fragen jetzt! Und bleibt zu Hause – wenn es euch möglich ist!

In diesem Sinne – auch ich bleibe freiwillig zu Hause – heute ist Tag 2 meiner freiwilligen Pause.