man-984433_1920Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So sagt es ein altes Sprichwort, welches in aller Munde ist, wenn es um Ausreden ist, nicht förderliche Gewohnheiten abzulegen. Sei es beim Thema Ordnung, Erfolg, Beziehungen oder der ganz normalen alltäglichen Struktur. Wer sein Leben in die Hand nehmen will, es positiv verändern will, scheitert oftmals an seinen Gewohnheiten. Auch der innere Schweinehund (Stefan Frädrich nennt ihn Günter) bekommt seine Schuld zugewiesen, wenn es mit den eigenen Vorgaben nicht zu klappen scheint. Übrigens, den Ansatz seinem inneren Schweinehund einen Namen zu geben, finde ich sehr gut. Geht uns ja letztlich allen so, dass wenn wir mit unserem Namen angesprochen werden, wir viel aufmerksamer zuhören. Aber dazu später mehr. Was können wir also tun, um unsere Gewohnheiten nachhaltig in die Richtung zu verändern, die wir anstreben?

Schritt 1 – Finde deinen Schalter

Um unsere Gewohnheiten zu verändern, müssen wir erstmal klar erkennen, wo die Reise hingehen soll. Jeder, der schon mal eine Diät gemacht hat, weiß dass es einen gewissen Grad an Unzufriedenheit braucht, bevor man überhaupt erkennt, dass man bei sich selbst beginnt. Ich nenne es den inneren Schalter finden. Denn wenn dir deine Unordnung so richtig auf den Geist geht, du dich immer mehr in Schulden oder Problemen verrennst, dann wird deine macbook-925595_1920Unzufriedenheit mit dir selber recht groß sein. Anstatt nun zu jammern oder aufzugeben und dich deinem Schicksal zu ergeben, stelle deinen eigenen Hebel um auf lösungsorientiertes Handeln. Natürlich ist es traumhaft, wenn du selbst auf deine Probleme und Hindernisse kommst. Doch manchmal schickt dir auch das Leben Hinweise, in Form von unfreundlichen Menschen, von kleineren Mißgeschicken oder von Momenten, die dich einfach unzufrieden machen. Auch diese Ereignisse können oftmals den eigenen Schalter umlegen. Menschen, die zum Beispiel ständig von gesunder Ernährung und Abnehmen sprechen, ohne zu handeln. Denen wird es viel leichter fallen damit anzufangen, wenn ihnen jemand fremdes mal mitteilt, wie sie eigentlich aussehen. Natürlich sollte dies mit einem gewissen Respekt passieren. Aber diese kleinen feinen Worte am Rande der Gespräche, oder die zu enge Hose, das sind alles kleine Dinge die selbst den schwierigsten Schalter umlegen können. Genauso ist es mit deinem Erfolg. Wer hier den Schalter umlegt, wird schnell merken, wie viel Spaß es macht seinen Ideen freien Lauf zu lassen und etwas zu tun.

Schritt 2 – Finde deinen Fokus

Wer seinen Schalter gefunden hat, darf sich nun mit dem gewünschten Ziel auseinandersetzen. Denn ohne Fokus hat man keinen Plan. Ohne Ziel läuft man wahllos durch die Gegend. Nicht das das uninteressant wäre, aber was nützt es Dir? Setze deinen Fokus. Du willst mehr Geld verdienen? Deine Schulden abzahlen? Ein harmonisches Familienleben führen? Oder aber cgi-1267517_1280wieder zurück zu einer gesunden Lebensweise kommen? Du hättest gerne mehr Struktur und Ordnung? Dann leg deinen Fokus dahin. Es bringt dich absolut nicht weiter, deinen Fokus weiterhin auf das zu legen, was nicht gut läuft, was dich belastet. Setze deinen Fokus auf deine individuelle Lösung! Was muss passieren, damit es sich wirklich verändert? Nutze alle Möglichkeiten, welche sich dir nun bieten. Notfalls kannst du auch Visualisieren und dir dein Ziel in Form von Bildern etc. ausdrucken. Ganz wichtig bleibt aber, dass du dich auf deinen Fokus konzentrierst. Schieb für den Moment, deine negativen Erlebnisse und Erfahrungen beiseite.

Schritt 3 – Finde deinen Handlungsspielraum

Nichts wird passieren, wenn du nicht in die Handlung kommst! Und ebenfalls wird nichts passieren, wenn du weiter deine Dinge vor dir herschiebst und auf morgen oder den nächsten günstigen Moment wartest. Also pack die Dinge an. Bei vielen Lebensthemen ist es einfach so, dass diese nicht von einem Tag auf den anderen zum Problem geworden sind. Dein Übergewicht, deine Ängste, deine Schulden – alles hat oftmals viel Zeit benötigt, um zu wachsen. Oder? Und genauso wenig können sie von einem auf den anderen Tag verschwinden. Zeig dir selbst, dass du bereit bist, dein Leben nachhaltig in die Hand zu nehmen. Plane für jeden Tag mindestens 30 Minuten Handlungsspielraum für dich ein! 30 Minuten in denen du dich um dich kümmerst. In denen du deine Papiere sortierst, spazieren gehst, Sport machst, harmonisch mit runners-635906_1280deinen Kindern ein Spiel spielst oder oder oder… Du wirst merken, dass du nach einigen Wochen konstanten 30-Minuten-nur-für-mich an vielen Ecken und Enden gelassener bist. Denn dein Verstand hat begriffen, dass du dich um deine Anliegen kümmerst. Und nein, diese „Ich-mach-dafür-am-Wochenende-3-Stunden-Mentalität“ funktioniert nicht. Du hast schließlich jeden Tag mit deinen Sorgen und Wünschen zu tun. Also wollen sie jeden Tag auch mal angeschaut werden. Deinen Abwasch lässt du hoffentlich ja auch nicht die ganze Woche überstehen, um ihn am Wochenende zu erledigen. Also, finde deinen persönlichen Handlungsspielraum in dem du dich um deine ganz persönlichen Dinge kümmern kannst. Notfalls teile die 30 Minuten in 2 Teile (morgens und abends) auf.

Schritt 4 – Spaß und Belohnung

Wenn ein Sportler einen Marathonlauf gelaufen ist, wird er anschließend mit einer kräftigen Portion Dopamin belohnt. Ein Glücksgefühl und den Moment, wo er sich selbst vielleicht mit seiner Bestzeit für die letzten Monate hartem Training belohnt. Nehmen wir uns ein Beispiel dran. Für alle Erfolge die wir erzielen, für alle Momente und Dinge die uns besonders gut gelungen sind, dürfen wir uns ruhig belohnen! Nicht unbedingt in Form von materiellen Dingen oder „gutem Essen“. Aber auch das muss hin und wieder mal sein. Ich meine vielmehr die kleinen Dinge wie sich mal selbst auf die Schultern klopfen, sich selbst einfach mal laut zu loben IMG_0833_1und sich über seine Erfolge zu freuen. Wann hast du dir das letzte Mal gesagt, Mensch das hast du toll gemacht? Wir bewundern andere Menschen für ihr tun, andere Menschen bewundern uns. Doch wie oft bewundert man sich selbst? Wie oft nutzt man die kleinen Möglichkeiten im Leben sich zu belohnen? Der kleine Blumenstrauß auf den man so sehnsüchtig wartet, weil man immer für die Familie da ist? Das Eis beim Einkaufen, weil man seine Figur nicht wieder ruinieren will? Der langersehnte Yogakurs, weil man eigentlich doch lieber den Dispo ausgleichen will oder auf irgendwas anderes spart? Balance zwischen Körper und Geist beinhaltet nun einmal auch, dass man diese Dinge nutzt und sich gönnt. So erhält man den Spaß bei der Sache zu bleiben. Spaß, einfach weiterzumachen auch wenn es manchmal härter ist. Und so erzielt man nachhaltige Ergebnisse.

Schritt 5 – Gelassenheit und Vertrauen

Sind die eigenen Glaubenssätze und Routinen verändert, wirst du sicherlich immer wieder an den Punkt kommen, an dem du das Gefühl hast, dass dein Leben stagniert. Scheinbar äußere Umstände sorgen dafür, dass du zweifelst oder du begegnest Menschen, die meinen, das du einen an der Waffel hast, wenn du über deine eigenen Veränderungen redest. Oftmals triffst du auch Menschen, die ähnliche Ansichten verbreiten, von denen du früher selbst einmal glaubtest, sie seien wahr. Je mehr du dir und deinem Weg vertraust, je mehr du deine Ziele im Fokus hast, je weniger Raum gibst du diesen „Rückholern“. Du machst jetzt deine eigenen Erfahrungen! Du yoga-1434787_1920darfst jeden Tag aufs Neue hinterfragen, ob sich die derzeitigen Routinen und Gewohnheiten noch richtig anfühlen für dich. Ob alles stimmig ist. Und du darfst gelassen dabei sein, wenn du meinst diese doch noch mal zu verändern. Stell dich nicht unter den Scheffel der Erfahrungungen von anderen Menschen. Jeder sorgt für seine eigenen Emotionen am besten. Und nur weil es bei deinem Partner mit dem positiven Denken oder mit der leichten Veränderung einiger Dinge nicht klappt, heißt das noch lange nicht, dass es bei dir ebenfalls so ist. Auch wenn du dir das Gejammere ständig anhörst. DU machst deine eigenen Erfahrungen! Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt. 😉 Vertrauen fängt bei dir selbst an! Also keep it simple und keep cool dabei!

Wenn du also deine Routinen verändern möchtest, dich an die o. g. Reihenfolge hälst, wirst du mit Sicherheit viel viel einfacher dich in die gewünschte Richtung bewegen können! Und dir wird auffallen, dass Probleme, die einst da waren, nun gar nicht mehr so gravierend sind. Denn du bist nun lösungsorientiert auf deinem Weg unterwegs. Was du zusätzlich machen kannst sind Meditationen. Am besten hörst du mal rein, was der Markt so zu bieten hat. Du kannst aber auch nur der reinen Natur im Wald, am Meer oder einem Bach lauschen. Schreiben hilft natürlich auch sich seiner Routinen und Gewohnheiten bewusst zu werden. Doch das ist meist Geschmackssache, einige möchten gerne schnellere Erfolge und packen gleich ihre Themen an. Wie auch immer. Ich wünsche dir viel Spaß beim Erkennen deiner Gewohnheiten und Umsetzen deiner neuen Prioritäten.

 

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